Das Neumarkt Classic – Ein erneutes Turnier unter Freunden!

Was war das wieder für ein schöner Tag gestern!

Zwölf Teilnehmer in Gefrees, darunter zahlreiche „alte Hasen“ aus „alten GOSR-Zeiten“, die in der zweiten Auflage des Neumarkt Classic den Titel unter sich ausmachten.

Im Vorfeld gab es zwar ein paar Engpässe, was die Meldungen anbelangte. Jedoch wurde hier nach dem Grundsatz „zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“ gehandelt. Aufgrund zweier Abmeldungen gab es freie Startplätze auszufüllen. Hier konnten unsere Neulinge Thomas (Spitzname: Tom) und Helmut (Spitzname: Q-Ball) nun erstmalig an einem Snookerturnier teilnehmen.

Und beide stellten sich gar nicht so schlecht an, denn eigentlich wollten sie gar nicht. „Keine Chance“, „zu schlecht“, so die Aussagen beider Akteure. Ihre Angst wurde aber mit diesem Turnier genommen … um nicht zu sagen, beide haben sich nun ins Turniergeschehen eingelebt und sind wohl in Zukunft nicht mehr davon wegzubekommen 🙂

Tom stieg erst am Nachmittag spontan ins Turnier ein und bekam es mit unserm Olli und Simon zu tun.
Helmut startete ebenfalls am Nachmittag. Er erwischte aber mit Saban und Ali ein sehr schweres Los. Beide kämpften und rackerten, ganz anders, als an einem gewöhnlichen Trainingsabend. Kopfsache eben, was beiden die Erkenntnis brachte, dass Angst und Spiellevel im Turnier nichts auszusagen hat. Schließlich bekommt jeder genug Chancen, einen Frame für sich zu entscheiden. Zudem muss der stärkere Gegner erstmal gewinnen, und das ist aus mentaler Sicht gar nicht so einfach. Insgesamt kann man sagen, dass beide nun „Blut geleckt“ haben und des öfteren in Turnieren und Ligabetrieb mitspielen werden. Ist ganz klar zu befürworten, Ihr habt Euch beide gut angestellt, macht in jedem Fall Hoffnung auf mehr!!

Zum Turnier selbst: Gespielt wurden vier Dreiergruppen, von denen die ersten beiden in die Finalrunde einzogen. Hier setzten sich die üblichen Verdächtigen durch, mit Ausnahme des Turniersiegers vom letzten Jahr, Olli aus Regensburg. Er hatte Magnus und Mümün in der Gruppe und war eigentlich schon im Ziel, als Mümün ihm im zweiten Gruppenspiel den Wind aus den Segeln nahm und verlor. Alle drei gingen in den Shootout und Olli war zehn Minuten später raus. Hatte seine Vor- und Nachteile für ihn… Nachteil: Er war raus und konnte den Pokal nicht wieder mit nach Hause nehmen – Vorteil: Er konnte sich in Ruhe mit allen Anwesenden unterhalten und alles wegessen, was angeboten wurde. Außerdem ist er mit der Problematik „wer graviert jetzt den Pokal“ erstmal aus dem Schneider 🙂

Essenstechnisch boten wir türkische Pizzen mit grünem Salat sowie Spaghettisalat auf. Alles selbstgemacht und frisch auf den Tisch. Man kann davon ausgehen, dass es allen geschmeckt hat, denn zu Turnierende war alles ratzefatze leer. Das „Catering“ kam also an. Standard, muss man schon sagen, wenn man bedenkt, was es im Vorjahr zu Essen gab. Egal, wo das Classic stattfindet, das lecker zubereitete Essen spielt immer einen positiven Nebeneffekt. Danke hierfür an alle, die mitgewirkt haben!

Das Viertelfinale gestaltete sich als zäh und lang andauernd. Stefan setzte sich gegen einen bis zur letzten Kugel fightenden Mümün mit 2:1 durch. Saban spielte gegen Simon locker luftig ein 2:0 heraus. „Dor Witzich“ Olli gewann im Top-Spiel des Viertelfinals mit 2:1 gegen Ali. Und im Nachrückerduell Magnus gegen Hermann gewann Magnus glatt mit 2:0. Im Halbfinale war wieder ein locker aufspielender Saban zu sehen, der sich mit 2:0 gegen Stefan durchsetzte. Olli und Magnus wiederum spielten so, als würden sie nix anderes machen als Offensivbälle trainieren. Gingen so gut wie alles an und lochten überwiegend, was frei herumlag. Bis zu den letzten zwei Roten war in allen drei Frames Gleichstand angesagt, aber in den entscheidenden Bällen behielt Olli die Oberhand. Er gewann letztendlich knapp gegen Magnus mit 2:1 und zog wie Saban ins Finale ein.

Im kleinen Finale spielte Magnus gegen Stefan so weiter, als würde der Gegner nach wie vor Olli heißen. Stefan spielte das Prozedere mit, ging ebenfalls alles an. Aber Magnus war hier eindeutig besser und holte sich mit einem 2:0 den dritten Platz.

Das Finale selbst war wohl das langweiligste der Welt. Sowohl Saban als auch Olli trafen so gut wie gar nix. Es ging schon so weit, dass Mümün und Ali in dieser Zeit Wetten geschlossen hatten und nur darauf hofften, dass einer von beiden schnell aufgibt 🙂 . Saban gewann Frame 1 mit mehreren kleinen Breaks. Frame 2 war chaotisch, der Tisch war komplett offen, aber keiner traf einen Ball. Scheinbar war bei beiden die Luft raus, sie ließen immer wieder wichtige machbare Rote auf dem Tisch liegen. Saban nutzte diese Situation dann als erster und stieg immer wieder mit kleineren Breaks ein. Bei den restlichen Farben dann gab Olli auf und das Finale war mit 2:0 für Saban zu Ende.

Die Sieger vlnr.: Magnus (3), Saban (1), Olli (2). Im Hintergrund: Stefan (4)

Insgesamt gesehen war Saban an diesem Tag wohl der konstanteste von allen und hat den Pokal verdient gewonnen. Aber auch Magnus und Ali sowie Olli setzten mit ihrer Spielweise Ausrufezeichen. Großen Kampf zeigte wie gewohnt Mümün. Aber auch alle anderen haben alles gegeben und man muss ganz klar sagen, dass sich der Tag gelohnt hat, zumal es nicht nur ums Turnier selbst, sondern auch ums Drumherum ging. Viele trafen sich nach langer Zeit mal wieder und hatten viel zu bereden, ob nun mit Sinn oder ohne Verstand 🙂 . Und wenn man jetzt mal davon absieht, dass Simon unbeabsichtigt randaliert und das Dreamteam Wong, Aumeier und Schöll sich stetig angefeindet hat … nein, es war alles im grünen Bereich!! Jeder hatte Spaß und so muss das auf einem Snookerturnier eben sein!

Man freut sich schon aufs kommende Jahr, wenn es in die dritte Runde geht. Als Ausrichter steht 2016 wieder Regensburg fest!

So verbleibt man in guter Stimmung und absoluter Zufriedenheit für’s nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Zu Gast bei alten Freunden!!

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